Biographie

1965
Peter Nathschläger wurde im März 1965 als jüngster von drei Brüdern geboren. Seine Eltern, Dipl. Ing. Dr. Paul und Inge Nathschläger standen nach dem erfolgreichen Studium des Vaters (Mathematik) am Beginn eines lebenslangen Trainings: Der Aufzucht und Pflege von ausschließlich männlichen Nachkommen.
Peter erwies sich bei Schulbeginn als Legastheniker und musste einen speziellen Kurs besuchen, zu dem ihn sein ältester Bruder Paul begleitete. Die Familie wohnte damals im zweiten Wiener Gemeindebezirk in der Nähe des Vorgartenmarktes, in Steinwurfweite des Gymnasiums, dass die beiden älteren Brüder (Paul und Rudolf) später besuchen sollten.

1979
Der tragische Tod des mittleren Bruders Rudolf, der mit siebzehn Jahren freiwillig aus dem Leben schied, belastete die Familie außerordentlich; Peter war damals vierzehn Jahre alt. Alt genug, um die Tragödie voll und ganz zu verstehen. Er besuchte zu der Zeit eine Hauptschule in Langenzersdorf, weil ihn seine Eltern nicht länger einem politisch motivierten Schulversuch (Gesamtganztagesschule) aussetzen wollten.

Nach der Hauptschule brach Peter mit der Familientradition und besuchte als letztes Pflichtschuljahr die Handelsschule Deutsch, nicht, um später eine höhere Ausbildung einzuschlagen, sondern um einen Handwerksberuf zu ergreifen. Im letzten Pflichtschuljahr bekam Peter im Pflichtfach Deutsch ein "Nicht genügend". Schon zu dieser Zeit widmete er sich lieber dem Erfinden von Geschichten als der Benennung von Verb und Adverb, Konjunktiv, Genitiv und Substantiv.

1980
Im September 1980 begann Peter seine Lehre zum Holzdrechsler in den Dekorationswerkstätten des Bundestheaterverbandes. Die Werkstätten befinden sich noch immer in den Arsenalsgrundstücken hinter dem Schweizer Garten.

Um Distanz zum früheren Leben zu bekommen, kauften Peters Eltern ein Haus in der Gemeinde Biedermannsdorf, etwa vierzehn Kilometer südlich von Wien. Peter hatte so seine Probleme, im Ort neue Freundschaften zu knüpfen. Seine ersten und besten Freunde wurden die beiden Außenseiter Ilmaz und Fritz. Diese Freundschaft litt später unter Peters Versuchen, als Keyboarder in verschiedene Bands einzusteigen - bis er schließlich bei kiffenden Elektronikern in Achau landete, einer kleinen Ortschaft, drei Kilometer von Biedermannsdorf entfernt. Peter, musikalisch stark beeinflusst von Klaus Schulze, Tangerine Dream und Vangelis fand nun endlich freundschaftlichen Halt auch außerhalb der Familie. Die Freundschaft zu Ilmaz und Fritz hielt, bis Fritz mit seiner Mutter ins Burgenland zog und Ilmaz mit seiner Familie nach Wien

1983
1983 Peter trat seinen Dienst als Zivildiener an - nicht wie von ihm geplant, beim Arbeiter Samariter Bund sondern im Telegrafenbauamt der Post. Wo er zum ersten Mal in seinem Leben soviel Zeit hatte (Als Lagerarbeiter alleine in einem riesigen, gespenstischen Depot voller Schatten, Geräusche und unheimlicher Echos) um erste, ernsthaftere Kurzgeschichten zu schreiben, die allesamt äußerst blutrünstig waren - und literarisch völlig wertfrei.

1983/84
Und in dieser Zeit lernte er auch Alexander kennen, mit dem er drei Jahre zusammen lebte. Diese auf Sex und Unerfahrenheit aufgebaute Beziehung zerbrach 1986, nachdem die gemeinsame Wohnung ausgebrannt war.

1986
Peter zog zu einem älteren Bekannten, der ihn selbstlos unterstützte und förderte. In den folgenden Jahren arbeitete er im Volkstheater Wien und in der Volksoper Wien und versuchte sich am ersten Romanprojekt (The Call)

1990 kam es zum Bruch zwischen Peter und seinem Gönner Franz, als Peter seinen zukünftigen Lebensgefährten Richard kennenlernte. Sie blieben beide noch ein Jahr lang geduldet im Haus von Franz, ehe sie im Nebenhaus eine Zweizimmerwohnung bezogen.

Im Sommer 1998 kündigte Peter seinen Job als Bühnenarbeiter in der Wiener Volksoper, um sich zum IT Fachmann ausbilden zu lassen. Zu der Zeit wurde auch sein erstes Buch veröffentlicht: Der Gedichtband "Alles besser". Die Ausbildung begann mit dem ECDL, führte über Novell und Linux zum MCSA. Aktuelle Schwerpunkte (2007) sind jetzt IT Projekt Management und ITIL

Ab 2003
Im November 2003 übersiedelten Richard und Peter in eine neue Wohnung in den sechzehnten Bezirk, wo sie noch immer leben. Und zwar in einer sonnigen Dreizimmerwohnung mit Balkon.
Inzwischen wurden sieben Bücher, etwa 14 Kurzgeschichten und unzählige Fachartikel in der Internetzeitschrift des Internetproviders NEXTRA publiziert. Vier Romanmanuskripte liegen unveröffentlicht in der Lade, wo sie Peters Meinung nach auch bleiben können. Rückblickend, so meint er, wären sie in erster Linie gute Schreibübungen gewesen, um einen großen Schritt vorwärts zu machen, einen eigenen Ton, vielleicht sogar einen eigenen Stil zu entwickeln.